Ökumenischer Erntedankgottesdienst am 6. Oktober

Ökumenischer Erntedankgottesdienst
Bildrechte: Grunwald

Eine Vielzahl katholischer und evangelischer Christ(inn)en der Veitshöchheimer Kirchengemeinden folgte am Vorabend des Erntedankfestes der Einladung zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Kuratie. Gestaltet wurde der Gottesdienst von einem ökumenischen Team mit Pfarrer Robert Borawski, Pfarrer Sebastian Wolfrum, Diakonin Claudia Grunwald und Pastoralpraktikant Frank Elsesser. Musikalische Unterstützung kam vom Chor Herz und Stimme unter der Leitung von Frau Andrea Huber sowie Organistin Jessica Müller.

Seit dem Beginn der Umbauarbeiten der evangelischen Christuskirche vor einem Jahr feiern beide Konfessionen ihre Gottesdienste in der Kuratie. Auf diesem Hintergrund schien es folgerichtig, einen Dank-Gottesdienst auch gemeinsam zu feiern.
Vom Staunen und Danken handelte die alttestamentliche Lesung.

Erntedankgottesdienst
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Pfarrer Borawski und Diakonin Grunwald packten anschließend in ihrer gemeinsamen Predigt einen ökumenischen Erntedank-Korb aus und hatten für die einzelnen Früchte immer ein paar weiterführende Gedanken parat:

  • Der Apfel, der als Symbol der Sünde an Adam und Eva erinnert, zugleich die eigenen Verwerfungen und auch die Unterlassungen der Kirchen in Blick auf die Gesellschaft deutlich macht.
  • Die Birne als Frucht der guten Traditionen, die es in beiden Kirchen gibt und die bis heute gepflegt werden.
  • Nüsse für hartnäckige Fragestellungen, um die bis heute gerungen wird (wie z.B. das Eucharistieverständnis). Doch viel wichtiger ist der Blick auf die Nüsse, die bereits geknackt sind.
  • Die Banane als Frucht aus Übersee lenkte den Blick auf die Sorgen und Nöte der Menschen weltweit wie Hunger, Krieg und Armut.
  • Die Feige stand symbolisch für die Ostkirchen und darüber hinaus für all die Kirchen, mit denen in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) ökumenische Verbundenheit gepflegt wird – so auch mit den Orthodoxen und Altkatholiken.
  • Die Kirsche erinnerte an die Sinnlichkeit, die in die verschiedenen Gottesdienste einfließt: das Leuchten der Kerzen, der Duft von Weihrauch, das gemeinsame Singen.
  • Schließlich standen Brot und Wein für Jesus Christus selbst, den tragenden Grund aller Christ_innen. Im Abendmahl (gleich welcher Form) verinnerlichen und versichern sich Menschen immer wieder der stärkenden Nähe und Begleitung Gottes.

So bildete die Lesung aus dem Evangelium vom wahren Weinstock den passenden Abschluss.
Mit dem gemeinsamen Loblied „Nun danket alle Gott“ endete der Gottesdienst.

Anschließend trafen sich die anwesenden Gläubigen zur ökumenischen Begegnung bei Zwiebelkuchen und Federweißem im Pfarrsaal.
(Text Jens Grunwald)

Ausklang Erntedankgottesdienst
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