Herzlich willkommen!

Liebe Gemeinde!

Aktuell ist KI in aller Munde und es scheint, als würde sich unsere Welt schon wieder grundsätzlich verändern. So ist es mehr als verständlich, dass dieses Thema auch in unseren Gesprächskreis Einzug hält (05.03.). Verstehen wir überhaupt noch, was da gerade scheinbar nebenbei, aber unaufhaltsam vor sich geht? Sollten wir uns damit beschäftigen und auseinander setzten? Was bedeutet es für uns als Gläubige und unsere Kirche?

KI-generiertes Bild
Bildrechte KI generiertes Bild (Manfred Hohmeier)

Lernende Algorithmen halten Einzug in immer mehr Lebensbereiche, und die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) scheinen nahezu unbegrenzt. KI generiert sozusagen selbst Einsatzmöglichkeiten. Doch welchen Nutzen kann KI stiften? Welche Chancen bietet sie in unserem Alltag, in Kirche und Gesellschaft, in der Arbeitswelt? Wo sollte es Grenzen geben? Diesen Fragen wollen wir uns im nächsten Gesprächskreis widmen »KI in Kirche und Gesellschaft«.

Die Arbeitswelt ist bereits stark durch die Digitalisierung geprägt und befindet sich insbesondere seit Corona in einem schnellen Wandel. Sie liefert uns mit Phänomenen wie Remote Standorten und digitalen Besprechungsräumen bereits viel Erfahrungswerte über Chancen und Risiken neuer Technologien. Ganze Arbeitsbereiche werden schon angepasst. Die Kirche stellt den Menschen und das Soziale in den Mittelpunkt – und ist deshalb ein wichtiger Anker im Leben von uns Gläubigen. Auch die Kirche steht vor zahlreichen Herausforderungen – wie sinkenden Mitgliederzahlen, Wertewandel, Vertrauensverlust und vielleicht auch nicht mehr zeitgemäßen Strukturen. Aber ist alles, was technisch machbar ist, erstrebenswert und auch ethisch vertretbar? Wer soll darüber entscheiden? Viel wichtiger ist die Frage, wer soll nach welchen Maßstäben Grenzen setzten und sie überwachen und durchsetzen?

Hat der Pfarrer wegen einem begrenzten Stellenplan in seiner Seelsorgearbeit bald einen intelligenten Assistenten? Machen Maschinen demnächst selbst Seelsorge, sozusagen auf Knopfdruck, vielleicht auch noch von zu Hause aus? Schon jetzt können Sie mit KI Programmen Unterhaltungen führen. Damit die KI-App Ihnen eine passende Antwort liefern kann, lernt diese im Gespräch mit den Nutzern neue Wörter und Sätze hinzu, formuliert eigene (maschinelle) Gedanken. Helfen Nutzerdaten in einer Maschine dabei, die nächste Weiterbildung oder die nächste Predigt individuell zu planen? Und: findet bald eine Künstliche Intelligenz die besten Kandidaten für die KV-Wahl? Diese Szenarien sind bewusst provokativ formuliert. Sie sollen zur Diskussion und zum nachdenken anregen – rein technisch ist das Alles schon jetzt machbar.

KI-generiertes Bild (Manfred Hohmeier)
Bildrechte KI-generiertes Bild (Manfred Hohmeier)

Welche Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz gibt es, was entwickelt sich noch? Welche Chancen bieten sie uns? Und wo gibt es Grenzen, die wir selbst setzen müssen, oder überhaupt noch setzen können? Was sagen die Menschen dazu, die es betrifft? Die Gemeinde und das Kirchenpersonal etwa, oder die Arbeitnehmer:innen. Mit KI können wir auch nicht mehr alles glauben, was wir sehen. KI kann Dinge konstruieren, die es so nicht gibt. Grundsätzlich müssen wir zukünftig noch mehr Dinge hinterfragen, als bisher. Was ist real, was nicht.

Ziel dieses Beitrages ist es, einen Dialog zu eröffnen, der dringend geführt werden muss. Chancen der Technologie müssen verdeutlicht werden, Risiken und Bedenken sollen Gehör finden.
 

 

Wichtiger Grundgedanke dabei ist es: Die eine richtige Antwort gibt es nicht.

Fragt man KI selbst zu Fluch und Segen von KI, gibt es folgende Antwort:
„Die künstliche Intelligenz (KI) bietet eine Vielzahl von Vorteilen, aber auch einige potenzielle Nachteile.

Fluch:

  1. Arbeitsplatzverlust: Die Automatisierung von Arbeitsprozessen durch KI-Technologien kann zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führen, insbesondere in Bereichen, die stark von menschlicher Arbeitskraft abhängig sind.
  2. Datenschutz: KI-Technologien erfordern oft den Zugriff auf große Mengen von Daten, was zu Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Privatsphäre führen kann.
  3. Abhängigkeit von Technologie: Die zunehmende Integration von Kl in verschiedene Aspekte des täglichen Lebens kann zu einer übermäßigen Abhängigkeit von Technologie führen, was die Risiken im Falle von Systemausfällen oder Sicherheitsverletzungen erhöht.

Segen:

  1. Effizienzsteigerung: KI-Technologien können dazu beitragen, Prozesse in verschiedenen Branchen zu optimieren und effizienter zu gestalten, was zu Kosteneinsparungen und einer verbesserten Produktivität führen kann.
  2. Fortschritte in der Medizin: KI-Technologien werden zunehmend in der medizinischen Diagnose und Behandlung eingesetzt, was zu schnelleren und präziseren Diagnosen sowie zu innovativen Behandlungsmethoden führen kann.
  3. Verbesserte Benutzererfahrung: KI-Technologien werden verwendet, um personalisierte und maßgeschneiderte Erfahrungen in Bereichen wie E-Commerce, Unterhaltung und Kundenservice zu schaffen, was zu einer verbesserten Benutzerzufriedenheit führen kann.

Insgesamt bietet Kl das Potenzial, viele Aspekte unseres Lebens zu verbessern, aber es ist wichtig, die potenziellen Risiken und Herausforderungen im Auge zu behalten und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu bewältigen.“

Ihr
Manfred Hohmeier

Der Monatsgruß ist hier als PDF-Download verfügbar! Sie werden dazu auf die Homepage des Dekanats weitergeleitet!
Der neue Gemeindebrief CKA März - Mai 2024 ist ab sofort online als PDF abrufbar.